Wissensbereich TEAMPROFI.schule – Fachbegriffe für Schule und Schulentwicklung

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Das Nachschlagewerk zum Thema Schulentwicklung

Wissenschaftlich fundierte Fachbegriffe zu sozio-emotionaler Entwicklung, systemischen Interventionen und handlungsorientierten Lernarrangements. Nutze unsere Beiträge als Orientierungshilfe, für Kollegiumsfragen oder um Methoden und geförderte Kompetenzen direkt im Unterrichtsalltag einzusetzen.

Alle Begriffe

  • Achtsamkeit Achtsamkeit meint, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen – mit Gedanken, Gefühlen, Körper und Umgebung.
  • Adventure-Based Learning Adventure-Based Learning verbindet kooperative Herausforderungen mit Reflexion: Die Gruppe erlebt, wie sie plant, entscheidet und Verantwortung teilt.
  • Aktives Zuhören Aktives Zuhören bedeutet, einer anderen Person aufmerksam zuzuhören, ihr Anliegen verstehen zu wollen und durch Rückfragen oder Zusammenfassen zu zeigen: Ich habe dich wahrgenommen.
  • Altersgemäße Entwicklungsaufgaben Entwicklungsaufgaben sind typische Herausforderungen, die Kinder und Jugendliche in einer Lebensphase bewältigen – auf jeweils eigene Weise und in unterschiedlichem Tempo.
  • Ankommen in einer neuen Klasse Ankommen in einer neuen Klasse bedeutet, Orientierung, Zugehörigkeit und eine erste gemeinsame Arbeitsbasis zu entwickeln.
  • Attention Restoration Theory (ART) Die Attention Restoration Theory beschreibt, warum Umgebungen Aufmerksamkeit entlasten und Erholung von gerichteter Konzentration unterstützen können.
  • Aufmerksamkeit fokussieren Zweite Phase im Flow Learning: die Gruppe von Zerstreuung zu gezielter Wahrnehmung und Präsenz führen.
  • Auftragsklärung Auftragsklärung ist das gemeinsame Sortieren: Was braucht die Klasse gerade, was soll das Training ermöglichen und was liegt im Einflussbereich aller Beteiligten?
  • Ausgrenzung Ausgrenzung bedeutet, dass eine Person oder Gruppe wiederholt oder situativ von Zugehörigkeit, Beteiligung oder Anerkennung ausgeschlossen wird.
  • Barrieren für Teilhabe Barrieren für Teilhabe sind Bedingungen, durch die Kinder und Jugendliche am Lernen, an Beziehungen oder an Entscheidungen nicht gleichberechtigt mitwirken können.
  • Basecamp Basecamp bezeichnet in der TEAMPROFI-Arbeit einen gemeinsam geschaffenen Ausgangs-, Pausen- und Reflexionsort im Lernraum Natur.
  • Bedürfnisorientierung Bedürfnisorientierung heißt, Bedürfnisse wahrzunehmen, ernst zu nehmen und faire Wege zu finden, mit unterschiedlichen Bedürfnissen in einer Gruppe umzugehen.
  • Begeisterung wecken Erste Phase im Flow Learning: Neugier, Freude und emotionale Öffnung herstellen, bevor Inhalte oder Aufgaben folgen.
  • Beharrlichkeit Beharrlichkeit bedeutet, an einer sinnvollen Aufgabe dranzubleiben, Strategien zu verändern und bei Bedarf Unterstützung zu holen.
  • Being Away – Abstand zum Alltag Being Away beschreibt das Erleben, für eine Zeit Abstand von gewohnten Anforderungen, Räumen und Routinen zu gewinnen.
  • Beteiligung Beteiligung bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ihre Sichtweisen, Ideen und Fähigkeiten in das gemeinsame Lernen und Entscheiden einbringen können.
  • Bewegung und Lernen Bewegung und Lernen verbinden körperliches Handeln, Wahrnehmung und Denken in gemeinsamen Lernprozessen.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) BNE befähigt Lernende, komplexe Nachhaltigkeitsfragen zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und verantwortliche Handlungsoptionen zu entwickeln.
  • Challenge by Choice Challenge by Choice bedeutet: Kinder und Jugendliche können sich auf eine Herausforderung einlassen, entscheiden aber innerhalb eines sicheren Rahmens über ihren persönlichen Weg.
  • Co-Regulation Co-Regulation bedeutet, dass Kinder und Jugendliche Selbststeuerung auch durch verlässliche, ruhige und klare Begleitung anderer entwickeln.
  • Compatibility – Passung zwischen Person und Umgebung Compatibility beschreibt, wie gut eine Umgebung zu den Bedürfnissen, Möglichkeiten und Zielen einer Person oder Gruppe passt.
  • Demut Demut bedeutet, die eigenen Grenzen zu kennen, andere Perspektiven ernst zu nehmen und nicht alles kontrollieren zu müssen.
  • Differenzierung Differenzierung bedeutet, Lern- und Beteiligungsmöglichkeiten so zu gestalten, dass unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt werden.
  • direkte Erfahrung ermöglichen Dritte Phase im Flow Learning: Lernen durch eigenes Tun, Erleben und Ausprobieren statt nur durch Erklären.
  • Education Outside the Classroom Education Outside the Classroom beschreibt geplantes Lernen außerhalb des Klassenraums – im schulnahen Umfeld, im Stadtteil oder in der Natur.
  • Embodied Cognition Embodied Cognition ist eine Forschungsrichtung, nach der Denken wesentlich mit Körper, Wahrnehmung und Umwelt verbunden ist.
  • Emotionale Intelligenz Emotionale Intelligenz beschreibt Fähigkeiten, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen und angemessen damit umzugehen.
  • Emotionen regulieren Emotionen regulieren bedeutet, starke Gefühle wahrzunehmen und so mit ihnen umzugehen, dass Handeln und Beziehungen möglich bleiben.
  • Empathie Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle und Perspektiven anderer wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Entwicklung im Kontext von Klasse und Peergroup Klasse und Peergroup prägen mit, wie Kinder und Jugendliche Zugehörigkeit, Anerkennung, Rollen und Selbstständigkeit erleben.
  • Entwicklungsaufgaben im Schulalter Entwicklungsaufgaben im Schulalter sind typische Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen, sozialen und schulischen Entwicklung umgehen.
  • Entwicklungsphasen im Schulalter Entwicklung im Schulalter verläuft individuell und wird von Beziehungen, Lernerfahrungen, Übergängen und dem sozialen Umfeld mitgeprägt.
  • Environmental Interpretation Environmental Interpretation vermittelt Natur- und Umweltzusammenhänge so, dass Menschen einen Ort verstehen, erleben und dazu in Beziehung treten können.
  • Erfahrungslernen Erfahrungslernen verbindet konkretes Handeln mit Reflexion, sodass aus einem Erlebnis Einsichten und nächste Schritte für neue Situationen entstehen können.
  • Erlebnispädagogik Erlebnispädagogik nutzt herausfordernde, gemeinsame Erfahrungen und ihre Reflexion, damit Kinder und Jugendliche Zusammenarbeit, Verantwortung und eigene Handlungsmöglichkeiten bewusst erleben können.
  • Expeditionspädagogik Expeditionspädagogik nutzt mehrtägige oder längere, herausfordernde Unternehmungen als Erfahrungs- und Lernraum.
  • Experiential Education Experiential Education ist ein internationaler Oberbegriff für Bildungsansätze, die Lernen über Erfahrung, Reflexion und Transfer gestalten.
  • Extent – Weite und Zusammenhang Extent bezeichnet das Erleben einer Umgebung als weit, zusammenhängend und reich genug, um sich gedanklich darin bewegen zu können.
  • Feedbackgespräch nach dem Training Im Feedbackgespräch werden Beobachtungen aus dem Training eingeordnet und nächste, realistische Schritte für den Schulalltag besprochen.
  • Fehlerkultur Fehlerkultur beschreibt den Umgang einer Gruppe mit Irrtümern und Misslingen: offen, respektvoll und auf Lernen ausgerichtet.
  • Flow Learning Flow Learning ist ein erlebnisorientierter Lernaufbau in vier Phasen: Begeisterung wecken, Aufmerksamkeit fokussieren, direkte Erfahrung ermöglichen und Inspiration teilen.
  • Forest School Forest School bezeichnet einen vor allem im englischsprachigen Raum geprägten Ansatz regelmäßigen, langfristigen Lernens in Wald- und Naturumgebungen.
  • Forming Forming ist die Orientierungsphase einer neuen Gruppe: Unsicherheit, Höflichkeit und das Suchen nach Sicherheit und Zugehörigkeit.
  • Forschendes Lernen im Freien Forschendes Lernen im Freien verbindet eigene Fragen, Beobachtung, Erprobung und Auswertung mit einer realen Umgebung.
  • Fremdwahrnehmung Fremdwahrnehmung bedeutet, Signale, Gefühle und Bedürfnisse anderer aufmerksam wahrzunehmen – ohne vorschnell über sie zu urteilen.
  • Frustrationstoleranz Frustrationstoleranz ist die Fähigkeit, mit Enttäuschungen, Wartezeiten und Misserfolgen umzugehen, ohne sofort aufzugeben oder zu eskalieren.
  • Full Value Commitment Full Value Commitment beschreibt eine gemeinsame Haltung: Alle tragen dazu bei, dass die Gruppe sicher, respektvoll und lernbereit zusammenarbeiten kann.
  • Gemeinschaftliches Bauen Gemeinschaftliches Bauen macht Zusammenarbeit konkret: Eine Gruppe plant, verteilt Aufgaben, nutzt Material und trägt gemeinsam Verantwortung.
  • Grenzen setzen Grenzen setzen bedeutet, eigene Stoppsignale klar und respektvoll zu äußern und die Grenzen anderer anzuerkennen.
  • Gruppenarbeit Gruppenarbeit ist eine Lernform, in der mehrere Personen eine Aufgabe gemeinsam planen, bearbeiten und verantworten.
  • Gruppendruck Gruppendruck entsteht, wenn Kinder oder Jugendliche ihr Verhalten an Erwartungen der Gruppe anpassen, um Anerkennung, Sicherheit oder Zugehörigkeit nicht zu verlieren.
  • Gruppendynamik Gruppendynamik beschreibt die Kräfte und Muster, die in einer Gruppe entstehen: Rollen, Zugehörigkeit, Einfluss, Konflikte und Formen der Zusammenarbeit.
  • Gruppenkohäsion Gruppenkohäsion beschreibt den Zusammenhalt einer Gruppe: das Gefühl, miteinander verbunden zu sein, gemeinsame Ziele zu verfolgen und füreinander Verantwortung zu tragen.
  • Gruppenphasen Gruppenphasen beschreiben, dass sich Beziehungen, Regeln und Rollen in einer Klasse im Laufe der Zeit verändern können.
  • Gruppenregeln Gruppenregeln sind gemeinsame, nachvollziehbare Vereinbarungen, die Orientierung geben und einen fairen Umgang in einer Klasse unterstützen.
  • Handlungsorientiertes Lernen Handlungsorientiertes Lernen bedeutet, dass Lernende aktiv planen, erproben, entscheiden und die Folgen ihres Handelns reflektieren.
  • Impulskontrolle Impulskontrolle beschreibt die Fähigkeit, einen ersten Handlungsimpuls kurz zu unterbrechen und eine passendere Reaktion zu wählen.
  • Inklusion und Teilhabe Inklusion und Teilhabe bedeuten: Jedes Kind gehört dazu und kann am gemeinsamen Lernen und sozialen Leben der Klasse sinnvoll mitwirken.
  • Inklusives Denken Inklusives Denken fragt von Anfang an, wie unterschiedliche Menschen sinnvoll beteiligt sein können – statt Anpassung nur nachträglich zu erwarten.
  • Inner Development Goals (IDGs) Die IDGs sind ein internationaler Orientierungsrahmen für innere Fähigkeiten, die Menschen beim Umgang mit komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen unterstützen können.
  • Innerer Kompass Der innere Kompass beschreibt die Fähigkeit, sich an eigenen Werten und einer reflektierten Haltung zu orientieren.
  • Inquiry-based Learning Inquiry-based Learning ist ein lernender Zugang, bei dem Fragen, Untersuchung, Begründung und Reflexion den Prozess strukturieren.
  • Inspiration teilen Vierte Phase im Flow Learning: Erlebtes sprachlich und sozial teilen, damit Erfahrung zu Erkenntnis wird.
  • Integrität Integrität bedeutet, dass Worte, Werte und Handeln möglichst zusammenpassen – auch wenn das nicht immer bequem ist.
  • Interkulturelle Kompetenz Interkulturelle Kompetenz hilft, unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Zugehörigkeiten respektvoll wahrzunehmen und miteinander ins Gespräch zu bringen.
  • Klassengemeinschaft Klassengemeinschaft beschreibt, wie eine Klasse zusammengehört, miteinander umgeht und Verantwortung für ein gemeinsames Lern- und Lebensumfeld übernimmt.
  • Klassenklima Klassenklima beschreibt, wie Kinder und Jugendliche die Atmosphäre, Sicherheit, Zugehörigkeit und Zusammenarbeit in ihrer Klasse erleben.
  • Klassenleitungsfragebogen Der Klassenleitungsfragebogen sammelt systematisch Beobachtungen, Ressourcen und Anliegen, damit ein Training zur jeweiligen Klasse passt.
  • Klassenrat Der Klassenrat ist ein regelmäßig gestalteter Rahmen, in dem eine Klasse Anliegen, Konflikte, Ideen und gemeinsame Vereinbarungen besprechen kann.
  • Ko-Kreation Ko-Kreation bedeutet, Ideen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln, statt dass eine Person alles vorgibt oder allein trägt.
  • Kolbs Lernzyklus Kolbs Lernzyklus beschreibt Lernen als Bewegung zwischen konkreter Erfahrung, Reflexion, Begriffsbildung und erneutem Ausprobieren.
  • Komfortzone, Lernzone und Panikzone Das verbreitete Zonenmodell kann helfen, über passende Herausforderungen zu sprechen – es ist aber eine Metapher, keine feste Entwicklungsstufe.
  • Kommunikation Kommunikation ist mehr als Sprechen: Sie umfasst Zuhören, Verstehen, Rückfragen und die Fähigkeit, eigene Anliegen klar und respektvoll auszudrücken.
  • Komplexitätsbewusstsein Komplexitätsbewusstsein heißt, anzuerkennen, dass soziale Situationen mehrere Ursachen, Perspektiven und mögliche Folgen haben können.
  • Konflikt oder Mobbing? Ein Konflikt beruht auf widerstreitenden Interessen oder Bedürfnissen. Mobbing ist ein systemischer Prozess mit gezielter Abwertung, Machtungleichgewicht und gruppendynamischer Beteiligung.
  • Konfliktfähigkeit Konfliktfähigkeit bedeutet, Spannungen früh wahrzunehmen, klar anzusprechen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu suchen.
  • Konfliktkultur Konfliktkultur beschreibt, wie eine Klasse oder Schule mit Spannungen, Kritik, Fehlern und Grenzverletzungen umgeht.
  • Konfliktlösung Konfliktlösung bedeutet, unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse so zu bearbeiten, dass Beteiligte wieder handlungsfähig werden und tragfähige Vereinbarungen finden können.
  • Konzentration Konzentration ist die Fähigkeit, Aufmerksamkeit für eine Aufgabe zu sammeln und bei ihr zu bleiben oder nach Ablenkung zurückzukehren.
  • Kooperation Kooperation bedeutet, sich auf ein gemeinsames Ziel zu verständigen, Beiträge aufeinander abzustimmen und Verantwortung miteinander zu teilen.
  • Kooperation in der Natur Kooperation in der Natur nutzt gemeinsame Aufgaben im Außenraum, um Absprachen, Verantwortung und unterschiedliche Beiträge sichtbar zu machen.
  • Kreativität Kreativität bedeutet, neue und passende Ideen zu entwickeln, auszuprobieren und gemeinsam weiterzudenken.
  • Kritisches Denken Kritisches Denken bedeutet, Informationen, Annahmen und Lösungen zu prüfen, statt sie einfach zu übernehmen.
  • Kurzreflexion Kurzreflexionen sind kleine Auswertungen direkt nach einer Erfahrung. Sie helfen, Beobachtungen festzuhalten, bevor die Gruppe in die nächste Aufgabe geht.
  • Learning by Doing Learning by Doing meint Lernen durch eigenes Handeln, Ausprobieren und die Auswertung gemachter Erfahrungen.
  • Lernen mit allen Sinnen Lernen mit allen Sinnen bedeutet, Wahrnehmung, Bewegung, Handlung und Sprache miteinander zu verbinden.
  • Lernort Wald Der Lernort Wald ist ein naturnaher Erfahrungsraum, in dem Kinder und Jugendliche handeln, beobachten und Zusammenarbeit in einem anderen Setting erleben können.
  • Mitgefühl Mitgefühl verbindet das Wahrnehmen von Belastung anderer mit dem Wunsch, unterstützend und respektvoll zu handeln.
  • Mobbingprävention Mobbingprävention umfasst langfristige Maßnahmen, mit denen eine Schule Zugehörigkeit, klare Grenzen, Beteiligung und einen verantwortlichen Umgang mit Gewalt stärkt.
  • Mobilisierungsfähigkeit Mobilisierungsfähigkeit bedeutet, Menschen für ein gemeinsames, sinnvolles Vorhaben zu gewinnen und Beteiligung zu ermöglichen.
  • Multisensorisches Lernen Multisensorisches Lernen verbindet Wahrnehmen, Bewegung, Handeln und Sprache, damit Erfahrungen aus mehreren Zugängen erschlossen werden können.
  • Mut Mut zeigt sich, wenn Kinder und Jugendliche trotz Unsicherheit einen passenden nächsten Schritt gehen können.
  • Natur als Lernraum Natur als Lernraum bedeutet, natürliche Umgebungen bewusst für Erfahrung, Wahrnehmung, Bewegung und gemeinsames Lernen zu nutzen.
  • Nature-based Education Nature-based Education bündelt Bildungsansätze, die Natur als bedeutsamen Erfahrungs-, Lern- und Beziehungsraum einbeziehen.
  • Nature-based Learning Nature-based Learning bezeichnet Lernansätze, bei denen Natur nicht nur Kulisse ist, sondern Ausgangspunkt für Erfahrungen, Fragen und Handlungen wird.
  • Naturgestützte Pädagogik Naturgestützte Pädagogik verbindet pädagogische Ziele bewusst mit Erfahrungen in und mit der Natur.
  • Naturverbundenheit Naturverbundenheit beschreibt das subjektive Gefühl, mit Natur in Beziehung zu stehen. Sie ist keine Voraussetzung für Lernen und entwickelt sich individuell.
  • Naturwahrnehmung Naturwahrnehmung bedeutet, natürliche Umgebungen aufmerksam, mit mehreren Sinnen und ohne vorschnelle Bewertung zu erkunden.
  • Norming Norming beschreibt eine Phase der Gruppenentwicklung, in der eine Gruppe gemeinsame Regeln, Rollen und Formen der Zusammenarbeit entwickelt.
  • Offenheit und Lernbereitschaft Offenheit bedeutet, neue Erfahrungen und andere Perspektiven zuzulassen, ohne die eigene Haltung vorschnell aufzugeben.
  • Orientierung im Gelände Orientierung im Gelände verbindet Wahrnehmung, Absprachen und verantwortliches Handeln in einem unbekannten oder ungewohnten Raum.
  • Outdoor Classroom Outdoor Classroom beschreibt die bewusste Nutzung eines Außenraums als Lernumgebung für Unterricht, Projekte oder Gruppenprozesse.
  • Outdoor Education Outdoor Education nutzt den Außenraum, um erfahrungsorientiertes Lernen zu fördern und Unterricht sinnvoll zu erweitern.
  • Outdoor Learning Outdoor Learning bezeichnet Lernen im Freien, bei dem der Außenraum bewusst für Erfahrungen, Fragen und Aufgaben genutzt wird.
  • Pädagogik des Ortes Pädagogik des Ortes versteht konkrete Orte als Mitgestalter von Lernprozessen: Sie bieten Erfahrungen, Fragen, Grenzen und Geschichten.
  • Pädagogik statt Event Pädagogik statt Event bedeutet: Erlebnisse werden nicht Selbstzweck, sondern bewusst mit Lernzielen, Reflexion und Transfer verbunden.
  • Pädagogische Hypothesen Pädagogische Hypothesen sind begründete Arbeitsannahmen: Sie helfen bei der Planung und bleiben offen für neue Beobachtungen.
  • Pädagogisches Arbeitsbild Ein pädagogisches Arbeitsbild ist eine vorläufige, überprüfbare Einordnung der Klassensituation – keine Diagnose über einzelne Kinder.
  • Peergroup Peergroup bezeichnet die Gruppe Gleichaltriger, deren Zugehörigkeit, Rückmeldungen und Normen für Kinder und Jugendliche besonders bedeutsam sein können.
  • Performing Performing beschreibt eine Phase der Gruppenentwicklung, in der eine Gruppe ihre Energie zunehmend für gemeinsame Aufgaben nutzen kann, weil Zusammenarbeit und Rollen ausreichend geklärt sind.
  • Perspektivübernahme Perspektivübernahme bedeutet, die Sichtweise eines anderen Menschen nachzuvollziehen – ohne die eigene Haltung aufgeben zu müssen.
  • Place Attachment – Bindung an einen Ort Place Attachment beschreibt die emotionale und biografische Bindung, die Menschen zu einem Ort entwickeln können.
  • Place-based Education Place-based Education nutzt konkrete Orte und ihre sozialen, kulturellen oder ökologischen Fragen als Ausgangspunkt für Lernen.
  • Präsenz Präsenz bedeutet, mit Aufmerksamkeit bei einer Situation, bei sich selbst und bei anderen zu sein.
  • Prozessorientiertes Arbeiten Prozessorientiertes Arbeiten verbindet eine sorgfältige Vorbereitung mit der Bereitschaft, auf das tatsächliche Gruppengeschehen zu reagieren.
  • Raumaneignung Raumaneignung beschreibt, wie Kinder und Jugendliche einen Ort durch Bewegung, Handlung und gemeinsame Gestaltung zu ihrem Lernraum machen.
  • Real-World Learning Real-World Learning verbindet Lernen mit realen Situationen, Orten und Aufgaben, in denen Entscheidungen und Folgen konkret erfahrbar werden.
  • Realistischer Optimismus Realistischer Optimismus bedeutet, Entwicklungsmöglichkeiten zu sehen, ohne Schwierigkeiten, Grenzen oder Risiken zu verdrängen.
  • Reflexion und Transfer Reflexion und Transfer verbinden das Erlebte mit dem Schulalltag: Was ist passiert – und wie wird es morgen wirksam?
  • Reizreduktion und Regeneration Reizreduktion und Regeneration beschreiben keine Ruhepflicht, sondern die Chance, dass ein anderer Rahmen Aufmerksamkeit, Tempo und Wahrnehmung neu ordnet.
  • Resilienz Resilienz beschreibt die Fähigkeit und Möglichkeit, mit Belastungen umzugehen und nach schwierigen Erfahrungen wieder handlungsfähig zu werden.
  • Ressourcenorientierung Ressourcenorientierung richtet den Blick auf Fähigkeiten, gelingende Erfahrungen und hilfreiche Beziehungen – auch wenn eine Klasse vor Herausforderungen steht.
  • Restaurative Umgebung Eine restaurative Umgebung ist ein Ort, der Erholung von Anspannung oder anstrengender Aufmerksamkeit unterstützen kann. Ob das gelingt, ist individuell.
  • Risikokompetenz Risikokompetenz bedeutet, Risiken wahrzunehmen, realistisch einzuschätzen und in einem sicheren Rahmen verantwortliche Entscheidungen zu treffen.
  • Roadbook für die Klassenleitung Ein Roadbook ist eine optionale, auf die Klasse zugeschnittene Sammlung von Übungen und Handlungsmöglichkeiten für die Weiterarbeit nach dem Training.
  • Rollen in der Klasse Rollen in der Klasse sind wiederkehrende Erwartungen und Verhaltensmuster, die Kindern zugeschrieben werden oder die sie selbst übernehmen – zum Beispiel Vermittler:in, Ideengeber:in oder stille Beobachter:in.
  • Rollenflexibilität Rollenflexibilität bedeutet, in einer Gruppe unterschiedliche Aufgaben und Verhaltensweisen ausprobieren zu können, ohne auf ein festes Bild festgelegt zu sein.
  • Rollenzuschreibung Rollenzuschreibung entsteht, wenn Kinder in einer Gruppe immer wieder auf ein bestimmtes Bild festgelegt werden – etwa als laut, lustig, still oder schwierig.
  • Schutz und Intervention bei Mobbinghinweisen Bei Hinweisen auf Mobbing sind Schutz, ernsthaftes Hinschauen und abgestimmtes Handeln der Schule wichtiger als eine schnelle pädagogische Einzelmaßnahme.
  • Selbstbehauptung Selbstbehauptung bedeutet, die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Ideen klar einzubringen – ohne andere abzuwerten oder zu übergehen.
  • Selbstkompetenz Selbstkompetenz bündelt Fähigkeiten, mit denen Kinder und Jugendliche sich selbst wahrnehmen, steuern und verantwortungsvoll handeln können.
  • Selbstregulation Selbstregulation ist die Fähigkeit, eigene Gefühle, Impulse und Aufmerksamkeit wahrzunehmen und so zu steuern, dass Handeln auch in schwierigen Momenten möglich bleibt.
  • Selbstvertrauen Selbstvertrauen wächst, wenn Kinder und Jugendliche sich etwas zutrauen und erleben, dass sie Herausforderungen bewältigen können.
  • Selbstwahrnehmung Selbstwahrnehmung bedeutet, eigene Gefühle, Bedürfnisse, Stärken und Grenzen bemerken und benennen zu können.
  • Selbstwirksamkeit Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, durch eigenes Handeln etwas bewirken und Herausforderungen bewältigen zu können.
  • Sense of Place – Bedeutung eines Ortes Sense of Place beschreibt, wie Menschen einen Ort wahrnehmen, deuten und mit Erfahrungen sowie Bedeutung verbinden.
  • Sensorische Wahrnehmung Sensorische Wahrnehmung umfasst das bewusste Aufnehmen von Informationen über die Sinne, Bewegung und Körperlage.
  • Settingwechsel Ein Settingwechsel ist der bewusste Wechsel aus dem vertrauten Schulalltag in einen anderen Lern- und Erfahrungsraum.
  • Sicherer Ort Ein sicherer Ort ist ein verlässlicher Rahmen, in dem Kinder und Jugendliche Orientierung, Schutz und die Möglichkeit zur Beteiligung erleben können.
  • Situiertes Lernen Situiertes Lernen betont, dass Lernen in konkreten Situationen, sozialen Beziehungen und gemeinsamer Praxis stattfindet.
  • Soft Fascination Soft Fascination bezeichnet Reize, die Aufmerksamkeit sanft anziehen, ohne sie stark zu beanspruchen – etwa Licht, Blätter oder Wasserbewegungen.
  • soziale Rollen Soziale Rollen sind wiederkehrende Verhaltensmuster in einer Gruppe – zum Beispiel Clown, Anführerin, Außenseiter oder Vermittler.
  • Sozialkompetenz Sozialkompetenz beschreibt die Fähigkeit, mit anderen respektvoll, verantwortungsvoll und handlungsfähig umzugehen – auch bei unterschiedlichen Bedürfnissen, Meinungen und Konflikten.
  • Status und Macht in der Gruppe Status und Macht in einer Gruppe beschreiben, wer Einfluss hat, wessen Stimme Gewicht bekommt und wie Zugehörigkeit oder Ausschluss mitgestaltet werden.
  • Storming Storming ist die Konflikt- und Aushandlungsphase einer Gruppe: Rollenkämpfe, Widerstände und das Ringen um Einfluss und Regeln.
  • Strategiegespräch Ein Strategiegespräch ist bei TEAMPROFI eine kurze Unterbrechung im Handeln: Die Gruppe klärt Ziel, Rollen, Vorgehen und mögliche nächste Schritte.
  • Stress Recovery Theory (SRT) Die Stress Recovery Theory beschreibt die Annahme, dass bestimmte Umgebungen die Erholung von Stress unterstützen können – abhängig von Person und Situation.
  • Stressregulation Stressregulation beschreibt Wege, Anspannung wahrzunehmen und so zu beeinflussen, dass Handeln und Lernen wieder möglich werden.
  • Sustainable Development Goals (SDGs) Die SDGs sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und ein gemeinsamer Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030.
  • Systemischer Blick auf die Klasse Ein systemischer Blick fragt nicht nur nach einzelnen Kindern, sondern nach Beziehungen, Rollen, Regeln und Situationen in der ganzen Gruppe.
  • Teamfähigkeit Teamfähigkeit ist die Fähigkeit, mit anderen an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten, Verantwortung zu teilen und Unterschiede konstruktiv zu nutzen.
  • Teilnehmende Beobachtung Teilnehmende Beobachtung heißt, Gruppengeschehen im gemeinsamen Tun aufmerksam wahrzunehmen und daraus verantwortliche pädagogische Entscheidungen abzuleiten.
  • Transfer in den Schulalltag Transfer bedeutet, Erfahrungen aus dem Training so aufzugreifen, dass sie im Unterricht und im Klassenalltag weiterwirken können.
  • Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule verbindet neue Lernanforderungen mit dem Aufbau einer neuen Klassengemeinschaft.
  • Übergänge im Bildungsweg Übergänge im Bildungsweg sind Phasen, in denen Kinder und Jugendliche neue Lernorte, Beziehungen, Anforderungen und Rollen bewältigen müssen.
  • Udeskole Udeskole ist ein skandinavisch geprägter Ansatz, bei dem Unterricht regelmäßig auch außerhalb des Schulgebäudes stattfindet und mit dem Lernen im Klassenraum verbunden wird.
  • Umwelt-Affordances Umwelt-Affordances sind Handlungsmöglichkeiten, die eine Umgebung Menschen anbietet – etwa balancieren, bauen, beobachten oder gemeinsam einen Weg finden.
  • Umweltbildung Umweltbildung unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, Umweltzusammenhänge zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.
  • Verantwortungsübernahme Verantwortungsübernahme heißt, den eigenen Anteil am gemeinsamen Lernen und Zusammenleben wahrzunehmen, zu gestalten und für die Folgen des eigenen Handelns einzustehen.
  • Verbundenheit Verbundenheit beschreibt das Gefühl, zu einer Gruppe, zu anderen Menschen und zur Mitwelt in Beziehung zu stehen.
  • Verkörpertes Lernen Verkörpertes Lernen nimmt ernst, dass Denken, Wahrnehmen, Bewegung und Handeln beim Lernen zusammenwirken.
  • Vertrauen Vertrauen wächst, wenn Menschen Verlässlichkeit, Respekt und sichere Grenzen im Miteinander erfahren.
  • Vielfalt Vielfalt beschreibt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die Kinder und Jugendliche in eine Lerngruppe einbringen – etwa Erfahrungen, Sprachen, Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse.
  • Wald und Ruhe Ein Wald kann für manche Gruppen einen Rahmen schaffen, in dem Tempo und Lautstärke anders erlebt werden – eine automatische Beruhigung ist damit nicht versprochen.
  • Wald und Selbstwirksamkeit Der Wald kann handlungsreiche Situationen bieten, in denen Kinder und Jugendliche ihren eigenen Beitrag zum Gelingen einer Aufgabe konkret erleben.
  • Waldpädagogik Waldpädagogik erschließt den Wald als Lernort: durch Wahrnehmen, Erforschen, Handeln und Reflektieren.
  • Wertschätzung Wertschätzung heißt, Menschen in ihrer Würde wahrzunehmen und Beiträge, Grenzen und Unterschiede respektvoll zu behandeln.
  • Wiedergutmachung Wiedergutmachung bedeutet, Verantwortung für eine Grenzverletzung zu übernehmen und gemeinsam zu überlegen, welcher konkrete Schritt Schaden anerkennen und Vertrauen wieder aufbauen kann.
  • Zugehörigkeit Zugehörigkeit ist das Erleben, in einer Gruppe willkommen zu sein, anerkannt zu werden und mit dem eigenen Beitrag zählen zu können.
  • Zukunftsdenken Zukunftsdenken bedeutet, mögliche Folgen des eigenen Handelns mitzudenken und gewünschte Entwicklungen aktiv zu gestalten.